Sonntag, 1. Februar 2009

Mile 3400

Hallo,

5400 Kilometer haben wir mittlerweile zurückgelegt. Ursprünglich hatten wir 6000 km für die gesamte Reise geplant. Wir sind allerdings gerade erst aus San Antonio, Texas raus. Wir versuchen gerade aber auch wirklich jedes Highlight mitzunehmen, weshalb wir abends meistens ziemlich fertig sind und das mit dem Blog offensichtlich nicht ganz so regelmässig klappt.

Nach New Orleans ging es durch das Hinterland Lousianas, die Cajun Wetlands:


Alles sehr französisch hier. Wir haben eine fantastische Führung durch eine restaurierte ehemalige kreolische Plantage mitgenommen.


Dannach die Tabasco-Werke in der Gegend besucht (und furchtbares Tabasco-Eis gegessen). Aller Tabasco der Welt kommt nämlich aus Lousiana und wird auf einer kleinen butzeligen, pittoresken Insel hergestellt.

Dann ging es gen Norden den Mississippi entlang. Nahe Jackson, Mississippi setzten wir unsere Füße auf den zweithöchsten Tempelberg der USA.


Ab hier ging es gerade über den Highway nach Westen, nach Texas rein. Texas ist für USA ein wenig wie Bayern für Deutschland. Hier finden sich all die Klischees endlich wieder. Alles bigger, lauter und mit Cowboyhüten. Herrlich. "Don't mess with Texas" steht ernsthaft auf Strassenschildern an der Interstate.

Erstmal 'nen großen Kaffee bestellt, der dann auch ernsthaft 1 Liter umfasste (siehe Beweisbild).


Klar das wir zuerstmal nach Dallas mussten (bzw. genauer die Fort Worth/Dallas Metroplex Metropolregion, so n bissl wie das Ruhrgebiet). Und terminlich hatten wir das erste mal richtig Glück. Der größte Rodeo des Jahres fand gerade statt. Geniale Unterhaltung. Und viel gefährlicher als wir dachten, die stürzen sich ja wirklich in vollem Galopp auf ein Kalb.


Ach ja, der Eissturm hat uns auch voll erwischt, allerdings nachts, und es wurde so kalt, dass die Heizung nicht mehr mitkam. Morgens war aber schon alles wieder vorbei (bis auf 3 cm Eisdecke über allem).

Dannach ging es nach Austin. Sehr viel Alternativer als man von Texas erwartet. Scheint, laut unserem Reisefüherer, auch ziemliche Musikhochburg im Süden der USA zu sein. Vorallem für Country. Und hier - anders als z.B.von unserer Volksmusik gewöhnt - hören und spielen auch Menschen unter dreissig Country, die nicht koksen, Toupets tragen und Trompete spielen. Wir haben zwei großartige Bands miterlebt im Continental Club: Einmal Country: The Woodsboss (siehe Bild) die tatsächlich auch Willin' bzw. Dallas Alice gespielt haben und so'n Funk-Gelöde. Wieder einmal: Die Qualität der Live-Musik hier in USA haut einen echt vom Hocker.

Nach Austin ging es dann nach Gruene, in die Texas Hills (alles sehr deutsch hier, Städte wie New Braunfels). So richtig einsame Cowboydörfer schaun (da wo immer die Büsche durchwehen).

Die letzen drei Tage haben wir das erste mal unser Reisetempo etwas verlangsamt und haben uns in der Region um San Antonio, Texas aufgehalten.

Im Bild der Riverwalk in San Antonio. Sehr touristisch, aber ein wunderschöner Rundgang um ehemalige Flutkanäle, alles voller Mexikanischer Bands und Restaurants.


Gestern waren wir wieder mal auf einem Country-Konzert im 50 Jahre alten Floore Country Store in Helotes. Einem legendären Tanzschuppen auf dem Land, mit einem halben Hektar Tanzfläche. Absolut urig, original, alles voller Hillbillies, Landeiern und kleinen Nachwuchscowboys. Son bissl wie Schützenfest bei uns, vielleicht mit ein wenig mehr klasse (vorallem die musikalische Qualität betreffend). Hier spielen die ganz großen des Country.


Also ihr lieben. Wir reiten mal mit unserem Treck weiter gen Westen und berichten demnächst mal wieder.


Liebe Grüße,
Lilli und Obi

1 Kommentar:

  1. Lebt ihr noch? Oder haben die Amis Euch aufgrund des Fachkräftemangels im Automobilsektor einkassiert?

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